Boris Schmitz

Stammzellspende - der Tag der Spende

27. Januar 2015 - heute ist also der große Tag !

Ich stand früh auf und zwang mich zu frühstücken, denn ich bin nicht so der große Morgenesser. Aber ich sollte ja gut gestärkt zur Entnahme erscheinen. Wenig Kaffee, aber dafür viel Wasser sollte ich trinken, denn das schwemmt die Arterien auf und die Entnahme klappt besser.

Meine Frau begleitete mich, damit ich zur Not nicht mehr das Auto fahren muss. Dann gings los, jeder wurde noch mal auf die Toilette geschickt, denn die Prozedur dauert ja ein Weilchen.

Wir waren heute mit 3 Spendern, so dass alle "Sessel" belegt waren. Dr. Robitzsch war auch da und er legte mir die Zugänge in die Armbeugen. Dann wurde alles verkabelt und ich an die Maschine angeschloßen. Dann durfte auch meine Frau hinzukommen, sie musste währenddessen draussen warten und sich mit einem hübschen, sterilen Kittel bekleiden.

Die Maschine wurde angelassen und die Schwestern sowie Dr. Robitzsch kümmerten sich permanent um mich und die anderen Spender. Wir bekamen Decken, Kissen, drahtlose Kopfhörer um DVD zu schauen. Laufend "meckerte" bei allen Spendern die Maschine, weil der Durchfluss gestört war - sofort kam wieder jemand und brachte es in Ordnung.

Schön war der persönliche Kontakt zum gesamten Personal. Alle waren sehr nett und wir erzählten sehr viel. Dr. Robitzsch ist wie ich ein Freund des Humors und so erzählten wir uns einige Witze - Arztwitze natürlich ;-)

Nach ca. 2 Stunden machten wir eine Pause. Jeder konnte die Toilette aufsuchen, hier wurden wir auf dem Weg begleitet, falls man wackelig in den Knien war. Ich hatte da aber keine Probleme. Getränke wurden zubereitet und gereicht, denn die Stammzellentnahme entzieht dem Körper Elektrolyte. Dann ging es schon weiter in die 2. und letzte Runde.

Es dauerte noch einmal 2 oder 2,5 Stunden, dann waren genug Stammzellen entnommen und wir wurden von der Maschine abgeklemmt und die Zugänge in den Armen entfernt. Jeder bekam noch einen Fragebogen zum aktuellen Befinden nach der Entnahme. Hierzu gab es Kaffee und Gebäck.

Dann war der Spendentag auch schon vorbei. Jeder bekam noch ein Abschiedsgeschenk mit auf den Heimweg. Es ging mir nach der Spende so gut, dass ich noch selbst die 30 km bis nach Hause gefahren bin.  

Na hoffentlich hat die Spende geholfen !