Boris Schmitz

Stammzellspende - die Vorbereitung

Wie ich schon erwähnte bekam ich nach der Untersuchung Medikamente. 4 Tage vor dem Entnahmetermin muss ich beginnen, mir diese morgens und abends in das Unterbauchfettgewebe zu injizieren.

Das Medikament bewirkt die Ausschüttung  der blutbildenden Zellen in den Blutkreislauf des Spenders. Diese Zellen können dann am Entnahmetag im sogenannten PBSC Verfahren aus dem Blut "ausgefiltert" werden, ähnlich wie bei einer Dialyse. 

Das Medikament heißt Granocyte, ist eine Fertigpackung und sieht so aus  

 

 

 

 

 

Das Medikament befindet sich als Pulver in dem Fläschchen. Eine Flüssigkeit zum Auflösen ist in der Spritze bereits enthalten. Man spritzt also die Flüssigkeit in das Fläschchen und zieht es, wenn es sich aufgelöst hat, wieder in die Spritze ein.

Jetzt wird die Nadel entfernt und gegen eine sehr kleine getauscht. Wer schon einmal eine Thrombosespritze bekam, oder sich z.B. Insulin spritzt, kennt das. Dann die Spritze in das Bauchfettgewebe, alternativ in den Oberschenkel und ab dafür ...

Bis zum Entnahmetermin muss ich dies jeweils einmal morgens und abends so machen.

Ich habe mir die morgendlichen Injektionen auf der Arbeit verabreicht, was kein Problem war. Wir haben Sanitäts bzw. Ruheräume in die ich mich zurückziehen konnte.

Am 2. Tag gegen Mittag, also nach der 3. Injektion, begannen mich die Nebenwirkungen zu plagen. Ich bekam starke Rückenschmerzen, die sich jedoch mit dem mir mitgegebenen Paracetamol zu nahezu 100% abstellen ließen. Ich ging auch weiter arbeiten. Nur meinen Besuch bei einem guten Freund zu seinem 50. Geburtstag ließ ich ausfallen - ich war einfach zu kaputt - eine andere, wenn auch harmlose Nebenwirkung. 

Aproposkaputt, ein paar Tage war ich nicht so Leistungsfähig wie sonst, eine Mattigkeit überkam mich. Aber alles überhaupt nicht schlimm - es hilft dem Empfänger zu überleben, damit konnte ich mich sehr gut motivieren.

Und schließlich waren es ja nur ein paar Tage !